Kompletter Film über Biopolymere

Im Sinne der Barrierefreiheit stellen wir Ihnen hier die Transkription des Videos zur Verfügung:

Richard Hurding: „Es ist emotional. Es ist eine Herausforderung für mich persönlich.“

Jörg Raulin: „Und es gibt uns einfach ein gutes Gefühl.“

Brian Crotty: ”Ich denke, es wird die Zukunft für meine Kinder besser machen, auf jeden Fall.“

Kathrin Franck, Tumaly: “Was wir uns als Eltern alle wünschen.“

Kathrin Franck, Tumaly: „Wir sind vor drei Jahren persönlich auf das Thema Biopolymere gekommen, als unsere zweite Tochter auf die Welt kam und die Frage im Raum stand: was ist in einer Windel eigentlich enthalten.“

Thorsten Perl, BioInspiration: „Das Ganze begann eigentlich damit, dass wir meinem Sohn eine Puppe gekauft haben und dann sich herausstellte, dass diese Puppe 10 mit Weichmachern versetzt war, die da nicht drin sein sollten.“

Kathrin Franck, Tumaly: “Nach ein bisschen Recherchen, was tatsächlich in klassischen Einwegwindeln enthalten ist, 12 waren wir schockiert, dass große Teile einer Windel aus Erdöl bestehen.“

Prof. Dr. Alexander Böker, Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung IAP: „Eine Vision für Biopolymere wäre in der Tat, dass man irgendwann einmal komplett auf Erdöl verzichten kann, um Polymere herzustellen.“

Thorsten Perl, BioInspiration: „Ich möchte meinen Kindern einfach auch Dinge in die Hand geben können, wo ich das Vertrauen drin habe und die Sicherheit und auch die Transparenz.“

Thorsten Perl, BioInspiration: „Biopolymere haben für mich persönlich diese Sicht auf Polymere radikal verändert. Weil es für uns sehr einfach wird, Polymere einzusetzen, weil man eben halt versteht, dass es auch im Kreislauf geführt werden kann, dass sich die Dinge auch zersetzen können und es hat den Vorteil, dass Biopolymere vorrangig dezentral produziert werden können.“

Dr. Joachim Venus, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie: „Das hier ist eine Plantage zum Anbau von Pappeln. Diese dienen als Ausgangsstoff für Fermentationsprozesse. Aus diesen Produkten der Fermentation können wiederum Biopolymere entstehen.“

Brian Crotty, BioInspiration: “ Biopolymere sind immer eine hochwertige Benutzung von Rohstoffen zum Beispiel.“

Dr. Friedrich Streffer, LXP Group: “Wir haben die Biomasse am Anfang. Die füllen wir hier oben in den Behälter ein. Dort geben wir dann das Lösungsmittel hinzu. Das wird dann ein ziemlich dicker Brei. Unser Ziel war es, möglichst die Zucker ohne toxische Nebenprodukte zu generieren und es geht darum, die Verdampfung am Ende so zu gestalten, dass wir nicht mehr Energie verbrauchen, als in der Biomasse enthalten ist.“

Thorsten Perl, BioInspiration: “… mal ein Kohlenstoff ranhängen…“

Brian Crotty, BioInspiration: „Man kann auch ganz spezielle Biopolymere zusammensetzen, genau wie man es jetzt mit Polymeren macht. Was man ein bisschen unterschätzt: eigentlich hat die Natur viel besserer Eigenschaften als die Chemieindustrie. Das wissen wir von unserem WillowFlex Filament zum Beispiel.“

Thorsten Perl, BioInspiration: „Hier bei BioInspiration entwickeln wir aus nachwachsenden Rohstoffen Materialien für 3D-Drucker. Hier haben wir zum Beispiel ein flexibles Filament, das stärkebasiert ist und auf Pflanzenölbasis. Daraus stellen wir Spielzeug her, aber auch andere Sachen.“

Dr. Joachim Venus, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie: “Wenn wir jetzt Produkte auf Basis von Biopolymeren entwickeln, dann ist mittlerweile zum Glück die Situation schon so, dass wir erste im Markt haben und dass es natürlich Spaß macht, einfach diesen Fortschritt zu beobachten und ein Stück weit daran mitarbeiten zu können.“

Dr. Dominic Franck Tumaly: “Die Fairwindel besteht zum größten Teil aus nachwachsenden Rohstoffen. Hier haben wir das Sauggranulat auf Kartoffelstärkebasis. Das wird dann gemischt mit Zellulose aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das ergibt dann hier in der Windel den Saugkern. Wir sind jetzt bei 83 Prozent nachwachsenden Rohstoffen angelangt. Unsere Vision ist es, weiter zur hundert Prozent kompostierbaren Windel zu kommen.“

Brian Crotty, BioInspiration: “Biopolymere sind ein Weg, unseren Fußabdruck einfach zu verkleinern. Das ist für die Kinder ganz wichtig, dass wir jetzt damit anfangen. Wenn sie groß sind, können sie das nutzen.“

Prof. Dr. Alexander Böker, Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung: “Man muss darüber nachdenken, dass man Polymere aus der Natur gewinnt und zum anderen natürlich auch wiederum die Polymere, wenn sie dann verbraucht wurden, auch wiedergewinnt, recycelt und dann wieder in diesem Kreislauf sinnvoll einbringt.“

Richard Hurding, Zelfo Technology: „Wir arbeiten hauptsächlich mit Reststoffen und dann macht es Sinn. Verpackungen sind von unserem Geschäft jetzt 66 Prozent. Das ist viel. Dreidimensionale Verpackung oder Verpackungspapier, Kartonage, das ist unsere Hauptmarkt jetzt.“ „Man muss regional denken. Das ist für mich wirklich diese Idee von Biopolymeren.“ „Wir haben wenig Industrie hier in Brandenburg. Aber wir haben viele Land, wir haben viel Wasser, wir haben viele Möglichkeiten in Richtung Pflanzen.“

Jörg Raulin, K/C Kunststoffspritzerei und Formenbau Oberkrämer: “Wenn man die ganze Entwicklung innerhalb von Deutschland anschaut, dann hat es auch ein Vorteil. Das ist nachher ein Wettbewerbsvorteil, den wir nutzen können. Unsere Kunststoffe sind dann schon so weit, dass sie in der Serienreife angewendet werden können.“

Prof. Dr. Alexander Böker, Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung: „Wenn es keine Erdölquellen mehr gibt und erdölbasierte Kunststoffe nicht mehr möglich sind, dann wird früher oder später der Anteil von Biopolymeren in Richtung 100 Prozent gehen müssen. Das ist genau der Punkt.“

Thorsten Perl, BioInspiration:„Von daher ist es eigentlich eine interessante Zeit, weil wir jetzt alle in so einer beginnenden Phase sind.“

Richard Hurding, Zelfo Technology: „Es ist perfekt für uns in Brandenburg.“

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