ESE GmbH – Wie Recycling Energie und Ressourcen spart

Kann man Recyclingmaterial wirtschaftlich zu hochwertigen Produkten verarbeiten und dabei die Umwelt schonen? Die Antwort gibt die ESE GmbH in ihrem Werk in Neuruppin, wo jährlich weit über zwei Millionen Abfall- und Wertstoffbehälter aus Kunststoff im Spritzgießverfahren hergestellt werden. Der Hersteller setzt dabei konsequent auf Nachhaltigkeit und Einsparung von Energie und Ressourcen.

ESE GmbH: Produktion eines 4-Rad-Behälters
ESE GmbH: Produktion eines 4-Rad-Behälters

Nachhaltigkeit wird nachgefragt

Immer mehr Kommunen und ganze Staaten beschließen in Klimaschutzprogrammen, in einigen Jahren klimaneutral sein zu wollen. Den Anfang machte Kopenhagen, aber auch Costa Rica und Berlin setzen sich inzwischen ehrgeizige Ziele. Um diese zu erreichen, ist die Umstellung der Versorgung über erneuerbare Energien nicht ausreichend; auch Gebrauchsgegenstände, die von den Kommunen ausgeschrieben werden, müssen zunehmend hohe Standards bei ihrer Umweltverträglichkeit erfüllen.

Wie wird der Wertstoffbehälter umweltfreundlicher?

Bei ESE schafft bereits das Produktdesign die Voraussetzungen für funktionale Produkte, die gleichzeitig die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit erfüllen. Sie müssen eine nachhaltige, ressourceneffiziente Produktion erlauben und optimal recycelbar sein. Auch Transportoptimierung hat einen positiven Einfluss auf die CO2-Bilanz eines Behälters. Die hohe Qualität sichert zudem eine längere Lebensdauer, so dass die Behälter seltener ersetzt oder ausgetauscht werden müssen.

Jens Wunderlich, Geschäftsführer der ESE GmbH
Jens Wunderlich, Geschäftsführer der ESE GmbH

Jens Wunderlich, Geschäftsführer der ESE GmbH, erklärt, dass die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit bei ESE die gesamte Produktion von Abfall- und Wertstoffbehältern entscheidend beeinflusst. „Energie- und Umweltmanagement-Zertifizierung des Kunststoffwerks in Neuruppin gehören ebenso dazu wie die Verwendung von 100% Ökostrom. Das „Zero Waste“ Prinzip sorgt dafür, dass in unserer Produktion jegliche Abfälle sofort wieder in den Produktionsprozess integriert und verwertet werden. Weiter haben wir fortwährend unsere Prozesse optimiert und in moderne Maschinen und Werkzeuge investiert“, so Jens Wunderlich. „Dadurch hat die ESE GmbH etwa in den vergangenen Jahren eine deutliche Reduzierung von Energie- und Wasserverbrauch erreicht.“

Material im Kreislauf

Das Hauptmaterial der Behälter ist der Kunststoff HDPE, ein Polyolefin, das aus Rohöl hergestellt wird. Auf der Suche nach umweltfreundlicheren Alternativen hat ESE bereits in den 80er Jahren als Pionier damit begonnen, die Nutzung von Recyclingmaterial zu erforschen und in immer stärkerem Maße für die Produktion von Kunststoffbehältern nutzbar zu machen. Heute hat ESE den Kreislauf für seine Kunststoffbehälter komplett geschlossen. Die Container können aus bis zu 100% Recyclingmaterial hergestellt werden und sind am Ende ihres Produktlebens vollständig recycelbar.

Recyceltes HDPE ist nachweislich sehr viel nachhaltiger als HDPE Neuware. Die Ökobilanz der Materialien zeigt, dass die Herstellung von Recyclingkunststoff gegenüber Neuware ca. 65% CO2 Äquivalente einspart und etwa 88% weniger Energie benötigt. Darüber hinaus spart die Verwendung von Recyclingmaterial die Ressource Rohöl zu 100% ein. Ob Erdöl und damit Rohstoffe wie HDPE problemlos verfügbar bleiben, ist höchst unsicher, denn viele Schwellenländer haben einen großen Aufholbedarf bei Konsum und Verbrauch.

Um die Verwendung des deutlich umweltfreundlicheren Recyclingkunststoffes zukunftssicher zu gestalten, befassen sich bei ESE Kunststoffspezialisten im Entwicklungsteam mit kontinuierlicher Forschung und Weiterentwicklung in diesem Bereich.

Mit langjährigem Know-how und Erfahrung ist ESE heutzutage in der Lage, aus Recyclingmaterial genauso hochwertige Kunststoffbehälter herzustellen wie aus Neuware. Die Behälterproduktion unterliegt einer kontinuierlichen internen und externen Qualitätsüberwachung, die Behälter sind nach den geltenden europäischen Normen geprüft und nach den strengen Vorgaben des Gütezeichens RAL GZ zertifiziert. Jeder Behälter muss die strikten Richtlinien erfüllen, unabhängig davon, ob er aus Recyclingmaterial oder Neuware hergestellt wird.

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