Ein geschlossener Kreislauf durch Kunststoff-Recycling

Bei der Herstellung von Kunststoffen entstehen auch immer Abfallprodukte: Kunststoff-Reste, die nicht mehr verwendet werden können. Aber wie wird dieser Abfall möglichst wirtschaftlich recycelt? Mit einem eigenen Recycling-Prozess im Werk hat die Firma Gefinex aus Pritzwalk, die Baumaterialien aus Schaumstoff herstellt, eine innovative Lösung gefunden. So werden Abfälle in Rohstoffe verwandelt und die Umwelt geschont.

„Weil bei der Herstellung von Schaumstoffen die entstandenen Abfälle ein sehr großes Volumen annehmen, ist eine solche Produktion nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn diese Produktionsabfälle auch direkt am Standort wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden“, so Klaus Osterholt, der das Werk Steffenshagen von Gefinex in Pritzwalk leitet. „Durch den Transport der Abfälle zu einem Recycler würden sonst hohe Kosten entstehen.“

Um den Produktionskreislauf zu schließen, werden die Schaumstoff-Abfälle zur Herstellung neuer Produkte verwendet. Dabei können sie im selben Herstellungsprozess wiederverwendet werden, in dem sie ursprünglich entstanden sind. Dies setzt allerdings eine sorgfältige vorherige Trennung von Materialien sowohl nach Farbe als auch nach Sorte voraus.

Weniger aufwändig ist ein zweiter Ansatz, bei dem aus gemischten Abfällen eine neue Produktlinie hergestellt wird. So können unterschiedliche Materialien effizient wiederverwertet werden. Dieser Ansatz ist so erfolgreich, dass die im Werk von Gefinex entstandenen Kunststoffabfälle für die Produktion nicht mehr ausreichen. „So mussten wir uns tatsächlich Lieferanten für die Verarbeitung unserer Recycling-Produkte suchen“, so Osterholt. Dabei arbeitet Gefinex mit Partnern zusammen, die qualitativ hochwertige Recycling-Materialien liefern.

Diesen geschlossenen Kreislauf sieht Osterholt als beispielhaft für die Branche: „Kunststoffverarbeitung und Abfallentstehung gehen immer ineinander über. Wir müssen also immer auch einen Weg finden, die Abfälle wieder in den Produktionskreislauf zurückzuführen.“, so Osterholt. „Und da muss es nicht nur uns, sondern allen Teilnehmern in der Branche gelingen, einen vernünftigen Weg zu finden.“

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