Wie aus Abfällen Mehrwert entsteht

Grigorij Wagner sieht keinen Müll, er sieht Gold. Zumindest im übertragenen Sinn, denn mit seiner rub Berlin GmbH Gesellschaft für Recycling, Umwelt und Biotechnologie hat er sich darauf spezialisiert, aus allen Arten von Reststoffen neue und hochwertige Produkte herzustellen.

„Wir haben uns auf Materialien und Kunststoffe spezialisiert, für die es eigentlich keine richtige Verwertung gibt. Gemischte Kunststoffabfälle, schmutzige Abfälle und Dinge, wo viele sagen, daraus kann man nichts mehr machen“, so Wagner.

Aus diesen schwer vermittelbaren Rohstoffen macht er beispielsweise Terrassendielen, die UV-beständig und wasserabweisend sind. Irgendwann, so hofft er, könnte man in den hohlen Dielen sogar Energie per Wärmetauscher gewinnen.

Auch widerstandsfähige Bahnschwellen kann man aus den Reststoffen herstellen, in einem Hohlkörper aus Kunststoff, der mit Beton ausgegossen wird: „Wir kombinieren hier die beiden Vorteile einer Betonschwelle mit einer Kunststoffschwelle, nämlich eine hohe Lebensdauer und niedrige Geräuschemissionen“. Das sei gerade für Bahntrassen in  Ballungsräumen besonders wichtig.

Seine Erfindungen lässt sich Wagner patentieren und sieht seine Kreativität noch lange nicht am Ende. Von der Politik wünscht er sich nur eins: Eine Vereinfachung der Fördermittelanträge, damit auch kleine Unternehmen mit wenig Personal diese Chance besser nutzen können. Brandenburg bietet ihm ein perfektes Umfeld für kreative Produktkonzepte: „Das Forschungspotenzial, das wir hier haben, außerdem natürlich auch die Menschen, die gut ausgebildet sind, sind speziell für das Land Brandenburg ein riesiges Potenzial“, so Wagner.

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